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Numismatische Sammlung der Stiftung Deutsches Historisches Museum Berlin


Unter den Linden 2
10117 Berlin

Website: http://www.dhm.de

Am 3. Oktober 1990 übernahm die Bundesrepublik mit Inkrafttreten des Einigungsvertrags alle Sammlungsbestände des Ostberliner Museums für Deutsche Geschichte (MfDG), eingeschlossen die historische Zeughaussammlung und übergab sie dem am 28. Oktober 1987 in Berlin (West) gegründeten Deutschen Historischen Museums (DHM). Die Ursprünge der so zusammengeführten numismatischen Sammlung lagen in der kgl. Zeughaus-Verwaltung, die durch kriegsministerielle Verfügung vom 28. Juni 1888 erstmals numismatische Objekte überwiesen bekam. Die Erwerbungspolitik des Museums für Deutsche Geschichte der DDR (MfDG) brachte seit 1952 zahlreiche Numismatika ins Haus, die 1977 aus den Bereichen Dokumente, Abzeichen, Plaketten, Medaillen (APM) zu einer eigenständigen numismatischen Sammlung zusammengeführt wurden. Ab 1991 fusionierte die MfDG-Sammlung mit den vielseitigen seit 1987 erworbenen numismatischen Sammlungsbeständen des Deutschen Historischen Museums (DHM). Seit 2007 kamen Kollektionen historischer Wertpapiere als Dokumente aus 200 Jahren Wirtschaftsgeschichte hinzu, hauptsächlich die Gemeinnützige Stiftung für historische, deutschsprachige Aktien der Familie Walter Martius und die Sammlung historischer Aktien Walter Martius. Derzeit umfasst die Sammlung Numismatik der Stiftung Deutsches Historisches Museum ca. 89.0000 Objekte, 7.500 Münzen, einschließlich Marken und Zeichen, 7.000 Medaillen und Plaketten, 60.000 Geldscheine und mehr als 14.500 historische Wertpapiere.

Neben der Sammlung von Münzen, Marken und Zeichen, die in Auswahl die wichtigsten Stationen deutscher und europäischer Geldgeschichte bis zur Gegenwart illustriert, bilden Medaillen und Plaketten einen Schwerpunkt der numismatischen Sammeltätigkeit des DHM. Hier reicht das Spektrum von der Volks- bis zur Kunstmedaille. Das DHM besitzt umfangreiche Medaillenbestände zur Geschichte der Arbeiterbewegung im 19. und 20. Jahrhundert sowie mit 3.700 DDR-Medaillen ein Kompendium politischer Ikonographie der DDR. Auf die Sammlungskonzeption des MfDG sind ca.1.000 ausländischen Medaillen und Plaketten, vor allem Erzeugnisse ehemaliger Ostblockstaaten, ebenso zurückzuführen, wie 160 französischen Medaillen zu den Revolutionen von 1789, 1830, 1848 und 1870.

Die Papiergeldsammlung (ca. 60.000) umfasst vorwiegend staatliche und private Inflationsausgaben 1922/23, aber auch andere Bestandsgruppen wie Assignaten, Prämienscheine der Konzentrationslager bis 1945, LPG-Geld der 1960er Jahre sowie Banknoten mit Werbe- und Propagandaaufdrucken.

 

Literatur: Medaillen und Plaketten. Aus der Sammlung des Deutschen Historischen Museums, DHM-Magazin, 6. Jg. H. 17, Berlin 1996.

 

Die Sammlung ist für wissenschaftliche Recherchen zugänglich. Um schriftliche oder telefonische Anmeldung wird gebeten.

Stiftung Deutsches Historisches Museum

Unter den Linden 2, 10117 Berlin

www.dhm.de

Besucheradresse: Archivgebäude, Geschwister-Scholl-Straße 2-8, 10117 Berlin

Tel.: +49 (0)30 20304 855; Mail: kunzel@dhm.de

 

Text von Dr. Michael Kunzel. Dr. Michael Kunzel ist Betreuer der Numismatischen Sammlung der Stiftung Deutsches Historisches Museum

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