Fundkatalog der NK

Die Erfassung von Münzfunden ist eine Hauptaufgabe der Numismatischen Kommission seit ihrer Gründung.

Zeitlich anschließend an das Langzeitprojekt "Fundmünzen der römischen Zeit in Deutschland" liegt der Schwerpunkt beim Münzfundkatalog der NK bei Münzfunden ab 750, also solchen aus dem Mittelalter und der Neuzeit. Über viele Jahrzehnte wurde vor allem durch Herrn Prof. Walter Hävernick in Hamburg eine umfangreiche Kartei mit Informationen zu diesen Münzfunden in Deutschland angelegt, ergänzt durch regestenartige Zusammenstellungen der Inhalte von Schatzfunden. Eine große Anzahl von wissenschaftlichen Mitarbeitern hat in den letzten 60 Jahren dazu beigetragen, diese Kartei zu ergänzen und aktuell zu halten. Heute umfassen diese Bestände ca. 24 laufende Meter Regalfläche!

Ab dem Jahr 2000 wurden diese Karteien und die Regesten systematisch in eine nach verschiedenen Fragestellungen abfragbare Datenbank, dem "EDV-Münzfundkatalog Mittelalter/Neuzeit", überführt. Diese Datenerfassung konnte mit aktuellen Funderfassungen ergänzt werden und wurde den Mitgliedern der NK regelmäßig als aktualisierte CD-Version für Forschungszwecke und zur Beantwortung von Anfragen zur Verfügung gestellt.

Seit 2012 wurde als Teil des von der DFG geförderten KENOM-Projekts der Münzfundkatalog in eine Online-Datenbank überführt. Heute stehen mittlerweile die Informationen zu ca. 21.500 Münzfunden mit schon darin enthaltenen fast 60.000 Einzelerfassungen von Fundmünzen in KENOM zur Verfügung. Dieser Online-Fundkatalog kann nun viel einfacher durch die Mitglieder der NK genutzt, gepflegt und ergänzt werden.

Seit Mai 2015 steht mit dem virtuellen Münzkabinett KENOM ein öffentliches Portal zur Verfügung, das auch die ersten, aber schon umfangreicheren, Fundmünzkomplexe einschließt. Mit fünf Schatzfunden aus Sachsen-Anhalt und Thüringen sind schon über 5.500 Fundmünzen online.

Zur Zeit werden weitere Fundkomplexe für die Präsentation aufzubereitet. Diese Daten sollen dann auch über ein eigenes Portal des Münzfundkatalogs für die Öffentlichkeit erschlossen werden.

Für spezielle und detaillierte Anfragen an den Münzfundkatalog stehen Ihnen aber weiterhin ihre jeweiligen Landesvertreter zur Verfügung.

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